Resilienz aufbauen

Resilienz aufbauen

Mit mehr Widerstandskraft Krisen meistern
09.11.2022

Resilienz aufbauen

Mit mehr Widerstandskraft Krisen meistern

Ob private Schicksalsschläge, berufliche Herausforderungen oder gar globale Ausnahmesituationen – niemand ist vor Krisen im Leben gefeit. Menschen unterscheiden sich jedoch in der Art und Weise, wie sie mit solchen Situationen umgehen. Während sich einige Personen schnell wieder berappeln und als besonders belastungsfähig wahrgenommen werden, erreichen andere deutlich früher ihre Belastungsgrenze. Gerade im Berufsleben ist eine hohe Belastbarkeit immer wichtiger. Denn Veränderungen stehen in der schnelllebigen Welt auf der Tagesordnung. Hier ist Ihre Resilienz gefragt. Aber was ist Resilienz eigentlich? Warum ist sie so wichtig und wie kann man Resilienz aufbauen? In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie mit Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung und vielen weiteren Resilienzfaktoren bestens für die Herausforderungen des Lebens gerüstet sind.

Resilienz aufbauen: Was ist Resilienz?

Ob im privaten oder beruflichen Kontext – in unserem Leben werden wir immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert und durchleben Krisen, die es möglichst unversehrt zu überstehen gilt. Wer über ein hohes Maß an Resilienz verfügt, der kann Ausnahmesituationen besser meistern. Das bedeutet nicht, dass diese Personen gleichgültig gegenüber dem Geschehen sind und negative Gefühle und Gedanken abschalten, sondern im Gegenteil lösungsorientiert damit umgehen können. Resilienz beschreibt daher die Fähigkeit, trotz widriger Umstände widerstandsfähig zu bleiben und Rückschläge zu überwinden. Resilienz ist somit ein Schutzfaktor gegen psychische und physische Belastungen, die es uns ermöglicht, in Ausnahmesituationen flexibel und handlungsfähig zu bleiben. Um besser auf Stress und Herausforderungen reagieren und sich schneller wieder erholen zu können, ist es ratsam, seine Resilienz aufzubauen.

Warum ist die Stärkung der eigenen Resilienz wichtig?

Eine starke Resilienz kann uns dabei helfen, positive Veränderungen in unserem Leben zu bewirken und auch in beschwerlichen Zeiten optimistisch und motiviert zu bleiben. Während Resilienz übergeordnet zu einem erfüllteren und glücklicheren Leben beitragen kann, erleichtert sie Ihnen insbesondere den Umgang mit verschiedenen Situationen. Gerade im Berufsleben können Sie stark davon profitieren, wenn Sie Ihre Resilienz aufbauen. Stressige Situationen und Herausforderungen gehören zum Berufsleben dazu. Wer sich davon nicht so schnell aus der Fassung bringen lässt und stattdessen einen kühlen Kopf bewahrt, kann heikle Situationen besser meistern. So sorgt eine hohe Widerstandskraft für:

  • einen guten Umgang mit Veränderungen
  • ein gesundes Stressverhalten
  • ein entspannteres Privatleben

Stärkung Ihrer Widerstandskraft: So können Sie Resilienz aufbauen

Während in der Resilienzforschung festgestellt wurde, dass Resilienz zum Teil genetisch bedingt ist, kann sie in jedem Fall wie eine Fähigkeit trainiert werden. Möchten Sie also Resilienz aufbauen, müssen Sie sich den einzelnen Resilienzfaktoren separat widmen und so über verschiedene Wege Ihre Resilienz aufbauen. Dabei spielen nicht nur Selbstwirksamkeit und Akzeptanz, sondern auch Lösungsorientierung und viele weitere Fähigkeiten eine Rolle:

1. Netzwerkorientierung: Schaffen Sie sich ein zuverlässiges soziales Umfeld

In schwierigen Zeiten ist es wichtig, soziale Unterstützung zu suchen und sich mit anderen auszutauschen. Bezugspersonen wie Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen können Ihnen dabei helfen, herausfordernde Situationen zu bewerkstelligen und Situationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Auch professionelle Hilfe, wie beispielsweise durch einen Coach oder Therapeuten, kann dabei helfen, die eigene Resilienz zu stärken. Möchten Sie Ihre Resilienz aufbauen, sollten Sie daher bestehende Kontakte pflegen und sich nicht davor scheuen, neue Bekanntschaften zu machen und Beziehungen auszubauen.

2. Resilienz aufbauen: Trainieren Sie Ihre Akzeptanz

So zuwider Ihnen Veränderungen auch sein mögen – manches Schicksal lässt sich nicht abwenden und muss früher oder später akzeptiert werden. Je eher Sie selbst in der Lage sind, Ihr Schicksal anzunehmen und Ihre Kraft für die Dinge aufzuwenden, die Sie tatsächlich beeinflussen können, desto schneller überstehen Sie Krisensituationen. Dies fängt bereits mit kleinen Dingen im alltäglichen Leben an. Das Wetter ist schlecht oder auf den Straßen ist viel los? Daran können Sie nichts ändern. Nehmen Sie solche Situationen gelassen und echauffieren Sie sich nicht. Auch Geduld spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Nicht immer lassen sich alle Probleme von heute auf morgen aus der Welt schaffen. Wer geduldig ist und sich stets vor Augen hält, dass viele Dinge ihre Zeit benötigen, um sich gegebenenfalls sogar von allein zu lösen, kann Krisen besser bewerkstelligen.

3. Lösungsorientiertes Denken für mehr Widerstandsfähigkeit

Wer bei dem kleinsten Problem sofort den Kopf in den Sand steckt, kommt im Leben nicht weit. Steigern Sie sich in brisante Zeiten nicht in eine Opferrolle herein, sondern nehmen Sie die Angelegenheit selbst in die Hand und betrachten Sie Ihre Handlungsmöglichkeiten. Wie sieht die Situation aus? Was können Sie tun, um sie zu verbessern? Indem Sie sich den Problemen stellen und zukunftsorientiert denken, anstatt immer und immer wieder die Ursache ergründen zu wollen, kommen Sie mit der Lösung eines Problems deutlich weiter und können so Ihre Resilienz aufbauen.

4. Offen für Neues: neue Herausforderungen suchen & meistern

Sie sind offen für Neues? Wer kein Problem mit Veränderungen hat oder sogar aktiv auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, dem fällt es leichter, sich auch an unerfreuliche Situationen schnell zu gewöhnen. Wenn Sie Ihre Resilienz aufbauen möchten und sich nicht ohnehin schon immer neuen Dingen widmen, sollten Sie sich gelegentlich in ungewohnte Situationen bringen und sich dazu zwingen, damit umzugehen. Mit dem regelmäßigen Verlassen der eigenen Komfortzone lernen Sie, an sich selbst zu wachsen. Gehen Sie außerdem Problemen nicht aus dem Weg, sondern konfrontieren Sie diese. Je öfter Sie es sich nicht selbst leicht machen und den längeren Weg gehen, desto besser können Sie mit anderen Widrigkeiten umgehen.

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5. Mit Optimismus & Genügsamkeit auch Schicksalsschläge überstehen

Positive Gedanken und Emotionen sind ein wichtiger Anhaltspunkt, um die eigene Resilienz aufzubauen. Durch das Entwickeln einer positiven Grundhaltung und die Konzentration auf die eigenen Stärken und Erfolge kann man lernen, Krisen besser zu bewältigen und nach einem Fall schneller wieder aufzustehen. Wer sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen kann und nicht viel benötigt, um glücklich zu sein, dem gelingt es besser auch in Krisenzeiten zu verzichten. Fokussieren Sie sich auf die Dinge im Leben, die Ihnen Freude bereiten und die Sie haben. Auch das Schreiben von Tagebüchern oder das Notieren positiver Gedanken kann dabei helfen, eine optimistische Grundhaltung zu entwickeln, Lichtblicke in dunkler Zeit zu finden und grundsätzlich mit mehr Zuversicht durch das Leben zu gehen.

6. Mit mehr Selbstwertgefühl & Selbstbewusstsein zu Selbstwirksamkeit

Eine positive Selbstwahrnehmung und ein hohes Selbstvertrauen ermöglichen es Ihnen, auch herausfordernde Situationen besser zu meistern. Denn wer an sich selbst glaubt ist in der Lage, Krisen als Chancen und nicht als unüberwindbare Hindernisse zu betrachten. Ein gewisses Level an Selbstsicherheit kann dazu beitragen, dass Sie schneller alternative Lösungsansätze finden und auch in turbulenten Zeiten Entscheidungen selbstwirksam treffen können. Somit ist ein starkes Selbstvertrauen ein wichtiger Schutzfaktor gegen psychische Belastungen und ein bedeutender Faktor, um die eigene Resilienz aufzubauen.

7. Selbstfürsorge: Kümmern Sie sich um sich selbst und nehmen Sie sich eine Auszeit

Belastende Ereignisse bringen viele negative Gedanken mit sich, die nicht immer so schnell zu verdrängen sind. Gönnen Sie sich eine Pause von zu viel Negativität und konzentrieren Sie sich auf das Hier und Jetzt. Durch regelmäßige Meditation oder Yoga-Übungen können Sie lernen, Ihren Geist zu beruhigen und aktiv zu entspannen. Auch Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können bei der Stressbewältigung helfen und die eigene Resilienz aufbauen. Gleichzeitig geben Sie auch Ihrem Gehirn im wahrsten Sinne des Wortes eine Denkpause und können im Anschluss wieder mit frischem Kopf Lösungen finden, die Ihnen zuvor nicht eingefallen sind.

8. Situationseinschätzung & Selbstreflexion: Seien Sie sich selbst Ihr eigenes Vorbild

Ausnahmezustände können Sie dann am besten überstehen, wenn Sie in der Lage sind Ihre Situation reflektieren und Ihre Reaktion darauf steuern zu können. Ist die Situation tatsächlich so aussichtslos, wie es sich im ersten Augenblick anfühlt? Nicht selten neigen Menschen dazu, die Lage zu überschätzen und diese zu dramatisieren. Schauen Sie im nächsten Schritt auf sich selbst. Mit Ihren Erfahrungen und Ihrer Expertise sind Sie höchstwahrscheinlich der Lage gewachsen und müssen nicht daran zweifeln, die Krise zu überstehen. Üben Sie sich darin, entspannter zu werden und nachsichtig mit sich selbst zu sein.

Fazit: Resilienz aufbauen und turbulente Zeiten überstehen

Die eigene Resilienz aufzubauen bedeutet, sich besser auf Ausnahmesituationen vorzubereiten. Sie ist eine wichtige Fähigkeit, um erfolgreich durch das Leben zu navigieren und auch schwierige Zeiten zu meistern. Forscher sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Genetik zum Teil Auswirkungen auf die persönliche Resilienz hat, sie jedoch durch gezielte Förderung und Training ausgebaut werden kann. Neben gestärkten Bindungen zu Bezugspersonen sowie dem Erlernen von Akzeptanz, Offenheit und Selbstfürsorge basiert Resilienz auf vielen weiteren Säulen, mit denen in herausfordernden Zeiten Stressoren entgegengewirkt werden kann. Sie möchten Ihre Widerstandskraft noch gezielter stärken? In unserem Resilienz Seminar vermitteln wir Ihnen wichtige Praxistipps.

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