
Kommunikation spielt im Berufsleben eine entscheidende Rolle – insbesondere dann, wenn man Führungskraft ist. Denn als Vorgesetzter ist es Ihre Aufgabe, Mitarbeiter zu führen. Die Kommunikation als Führungskraft mit Ihrem Team steht dabei an oberste Stelle. Ob in Mitarbeitergesprächen loben, kritisches Feedback geben, Aufgaben delegieren – all diese Führungssituationen sind fester Bestandteil Ihres Arbeitsalltags und müssen von Ihnen als Vorgesetzter kommunikativ gemeistert werden. Aber was ist Führungskraft Kommunikation? Welche Bedeutung hat sie und wie kann sie beeinflusst werden? Welche Rolle spielen Modelle von bekannten Wissenschaftlern wie Watzlawick für Ihren Kommunikationsstil? In diesem Blogartikel erhalten Sie alle Infos rund um das Thema “Führungskraft Kommunikation” sowie wertvolle Tipps für Dialoge mit Ihrem Team.

Kommunikation bedeutet per Definition des Gabler Wirtschaftslexikon, dass eine Botschaft von einem Sender an einen oder mehrere Empfänger übertragen wird. Dabei muss die Botschaft jedoch nicht immer ausschließlich in Worten ausgedrückt werden. Auch nonverbale Signale wie Gestik, Mimik, aber auch Tonlage und Betonung sind Kommunikationsbestandteile und werden im Idealfall so genutzt, dass Sie Ihr Gesagtes unterstreichen. Auch im Führungskontext spielt Kommunikationsfähigkeit eine Rolle. Gerade hier ist es neben der Botschaft an sich besonders wichtig darauf zu achten, wie man die Information transportiert. Denn wird die Information vom Gesprächspartner anders aufgenommen, als beabsichtigt, kann es zu Missverständnissen kommen und sich im äußersten Fall auf die Mitarbeiterzufriedenheit und folglich Leistungsfähigkeit und -bereitschaft auswirken. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie verbal nicht kommunizieren. Denn auch wenn Sie sich beispielsweise in einem Gespräch abwenden und nicht sprechen, ist allein Ihre Körperhaltung schon eine Form der Kommunikation als Führungskraft. Dass Sie sich an einem Gespräch nicht beteiligen möchten, kommt bei Ihrem Gegenüber an.
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ – Psychologe, Paul Watzlawick
Laut einer Studie von grammarly & statista (2024) verbringen Fachkräfte in Deutschland durchschnittlich 75% ihrer Arbeitszeit damit zu kommunizieren. Für Führungskräfte ist der Anteil vermeintlich noch höher und somit ein besonders wichtiger Bestandteil ihrer Rolle. Denn Kommunikationsfähigkeit bildet den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und das Engagement im Team. Dabei stehen Führungskräfte vor einer besonderen Herausforderung: die Art und Weise, wie sie kommunizieren, hat unmittelbaren Einfluss auf die Richtung, Stimmung und Motivation des Teams. Als Vorgesetzter ist es Ihre Aufgabe, Ihre Mitarbeiter so zu motivieren, dass Sie bereit sind Leistung zu erbringen, um die Unternehmensziele zu erreichen. Mit guter Kommunikationsfähigkeit gelingt maximale Wirkung.

In unseren Seminaren vermitteln wir Ihnen wertvolles Know-how zur Verbesserung Ihrer Führungskraft-Kommunikation und Entwicklung Ihrer Führungspersönlichkeit.
Um zielgerichtet zu kommunizieren und Missverständnisse zu vermeiden, ist es unabdinglich, seine Botschaften klar, verständlich und ohne viel Interpretationsspielraum zu formulieren. Nur mit Klarheit kann Ihr Gesprächspartner die Dinge auch so umsetzen, wie Sie es sich von ihm wünschen.
Wer sich als Führungspersönlichkeit in die Rolle seiner Mitarbeitenden versetzen kann, wird weniger Probleme damit haben, auf einer Ebene mit ihnen zu kommunizieren. Mit Empathie und einer bedachten Wortwahl können unnötige Missverständnisse und Konflikte vermieden und gewünschte Ergebnisse forciert werden. Ein wichtiger Aspekt der Führungskräfte-Kommunikation.

Ein wichtiger Aspekt der Führungskraft Kommunikation ist es, den eigenen Teammitgliedern zuzuhören. Denn Mitarbeiter sind das höchste Gut eines jeden Unternehmens und müssen sich vom Führungspersonal verstanden und ernst genommen fühlen.
Wer unsicher auftritt oder gemischte Signale versendet muss mit Verwirrung oder gar Skepsis des Gesprächspartners rechnen. Treten Sie selbstbewusst auf und nutzen Mimik und Gestik und andere Aspekte der Körpersprache, um Ihr Gesagtes zu unterstreichen und Ihre Zuhörer von sich und Ihrem Anliegen zu überzeugen.

Ehrlichkeit währt am längsten. Das gilt auch gegenüber Ihren Teammitgliedern. Geben Sie – wo möglich – Einblicke “hinter die Kulisse” und geben Sie Ihrem Team das Gefühl, Teil von etwas zu sein.
Als Vorgesetzter ist es Ihre Aufgabe, Ihren Teammitgliedern Feedback zu geben und auch deren Rückmeldung aufzunehmen, zu reflektieren und gegebenenfalls umzusetzen. Kommunikationsfähigkeit beinhaltet auch die Fähigkeit, Kritik angemessen zu äußern und diese darüber hinaus professionell entgegenzunehmen.
Viele Kommunikationswissenschaftler haben sich mit Theorien auseinandergesetzt, das Thema definiert und Modelle entwickelt. Die Modelle zeigen die Komplexität von Kommunikation auf und unterstreichen, dass Botschaften auf verschiedene Ebenen versendet und empfangen werden können – Konfliktanfälligkeit ist bei Unbedachtheit also vorprogrammiert. Folgende Modelle können Führungskräften dabei helfen, ihre Kommunikationsfähigkeit auszubauen:

Wir zeigen Ihnen, wie Sie als Führungskraft Kommunikation zielgerichtet einsetzen, um Ihre Ziele zu erreichen.
Bei Mitarbeitergesprächen ist es wichtig, den Kommunikationsstil an die jeweilige Situation anzupassen. Geht es in dem Gespräch primär darum, Feedback zur Arbeitsleitung zu geben und neue Ziele zu setzen oder ist möglicherweise ein wenig mehr Feingefühl erforderlich? Für ein konstruktives Mitarbeitergespräch empfiehlt es sich, dem Mitarbeiter wertschätzend und offen gegenüberzutreten und mit Klarheit und Transparenz zu kommunizieren und aktiv zuzuhören. So tragen Sie dazu bei, dass Ihre Mitarbeiter ihre Potenziale entfalten können.

Kommunikation als Führungskraft ist nicht immer angenehm, denn auch schwierige Gespräche gehören zum Arbeitsalltag dazu. Bei delikaten Anliegen ist Fingerspitzengefühl gefordert. Einerseits müssen Sie selbstbewusst auftreten und Ihren Standpunkt verdeutlichen, andererseits müssen Sie auch offen für Gegenargumente oder mögliche Kritik Ihres gegenüber sein. Sind Sie selbst in der Position, Kritik zu äußern, unterbreiten Sie Ihrem Gegenüber konkrete Verbesserungsvorschläge – für ein gezieltes Optimieren der Situation.
Nicht jeder steht Veränderungen positiv gegenüber. Als Vorgesetzter ist es Ihre Aufgabe, auch in dynamischen Zeiten Ihre Mitarbeiter zu motivieren und diesen Verständnis entgegenzubringen, wenn sie Zweifel äußern. Oft hilft es, sich in die Lage Ihrer Mitarbeiter zu versetzen. Nicht selten sind mögliche Unsicherheiten und Sorgen nachvollziehbar und menschlich und können entsprechend von Ihnen kommunikativ adressiert werden.
Zu den Führungskompetenzen gehört die Fähigkeit zu Delegieren. Wenn Sie konkrete Aufgaben verteilen möchten, tun Sie dies, indem Sie kommunizieren – sei es in einem direkten Gespräch, einer E-Mail oder einer anderen schriftlichen Art. Achten Sie darauf, Ihre Anforderungen klar zu formulieren und alle notwendigen Informationen zu vermitteln, um Missverständnisse zu vermeiden. Nur wer die Spielregeln kennt, kann sich auch daran halten.

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Eine häufige Situation für Führungspersönlichkeiten ist das Durchführen von Meetings und möglicherweise auch Weiterbildungen, die zum Beispiel im Rahmen von Mitarbeitergesprächen erörtert wurden. Es ist die Aufgabe der Führungsperson mit entsprechender Führungskraft-Kommunikation dafür zu sorgen, dass Ziele für jedes Meeting klar definiert und dahingehend gezielt gearbeitet wird. Da oft mehrere Personen an Meetings beteiligt sind, ist es wichtig sicherzustellen, dass Jedem Gehör geschenkt wird und auch auf nonverbale Signale wie Körpersprache geachtet werden sollte.
Nicht nur Mitarbeitergespräche und Meetings gehören zu den Aufgaben von Vorgesetzten. Auch Gespräche mit Kunden, Partnern und anderen Stakeholdern fallen in das Aufgabengebiet und fordern Führungskompetenzen sowie einen klaren Kommunikationsstil. Gespräche auf diesem Level sind oft anspruchsvoll und erfordern ein souveränes Hervorbringen des eigenen Anliegens.
Heutzutage werden Meetings immer häufiger digital ausgerichtet – insbesondere in internationalen Unternehmen stößt man oft auf dynamische Teams, die auch zum Teil komplett remote arbeiten. Hier müssen Führungspersönlichkeiten genau hinsehen – denn nonverbale Signale sind deutlich schwieriger wahrzunehmen und auch technische Probleme sind Störfaktoren, mit denen man hin und wieder rechnen muss. Hier ist es besonders wichtig, kurz und prägnant zu formulieren, damit die Zuhörer Ihnen immer folgen können.
Eine klare und wirksame Führungskraft-Kommunikation ist das Fundament guter Führung. Ob Lob, Feedback, Delegation oder Krisengespräche – als Führungskraft entscheiden Sie maßgeblich mit Ihrem Kommunikationsstil, wie motiviert, produktiv und erfolgreich Ihr Team ist. Wer klare Formulierungen mit Empathie, aktivem Zuhören und dem bewussten Einsetzen von Körpersprache kombiniert, verfügt über alle wichtigen Kommunikationsfähigkeiten, die im Arbeitsalltag in der Führung von Vorteil sind. Mit Hilfe von Kommunikationsmodellen wie z.B. den Axiomen von Watzlawick erkennen Sie, wie schnell Missverständnisse entstehen können. Umso wichtiger ist es, Kommunikationskompetenzen kontinuierlich auszubauen und je nach Situation flexibel einzusetzen.

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Führungskräfte sollten mit Klarheit kommunizieren damit keine Missverständnisse oder Verwirrungen aufkommen. Neben einem souveränen Auftreten ist jedoch auch eine menschliche und empathische Haltung wichtig, um Vertrauen zu Ihrem Team aufzubauen.
Der Kommunikationsstil ist für die Führungskraft Kommunikation besonders wichtig und beschreibt die Art und Weise, wie eine Führungskraft ihr Anliegen vermittelt, zuhört und mit dem Team umgeht. Je nach Führungssituation sollte dieser angepasst werden.